Aufbau des TL-SUB

Ich werde mich dann mal an den gefährlich kompliziert anmutenden Aufbau des TL-Sub wagen... Habe die Zuschnitte nach Maß machen lassen, und ein befreundeter Tischler hat mir mit ner Tischfräse (und leider viel zu kleinem Auflagetisch) die Gehrungen und Schmiegen gemacht. Ich hol die Bretter aus dem Kofferraum (bzw. aus dem ganzen Golf, wo ich vorher die Rücksitzbank und den Beifahrersitz ausgebaut hab ), er guckt sichs an, fragt ganz verwundert: "Hattest du nicht was von nem Lautsprechergehäuse erzählt?" - Ja, hatte ich...

Die ersten Schritte sind leider nicht bildlich festgehalten, wie man mit Klebeband auf Gehrung verleimt, findet man aber auf We-Has Homepage!

Eigentlich (fast) immer ist die Mithilfe einer 2. Person unerläßlich! Vielen Dank an meinen Schatz!

Achtung! An alle Modem und ISDN-Nutzer! Hier sind etwa 450kb Bilder eingefügt, das kann ein wenig dauern die zu laden, habt ein wenig Geduld, es lohnt sich!

1. Der fertige Zuschnitt. Nur keine Panik kriegen bei der 74cm breiten vorderen Trennwand... sie passt rein!

2. Die Bretter habe ich bei einem befreundeten Tischler mit einer Tischfräse auf Gehrung/Schmiege gefräst.
Die beiden Rückseiten werden zum Verleimen mit der Außenseite nach oben gelegt, mit Klebeband fixiert, mit Hilfe von Brettern und Schraubzwingen umgedreht, dann beleimt und zusammengeklappt. Mit der Bodenpaltte auf Rechtwinkligkeit prüfen. Genaueres dazu auf We-Has Homepage! Die Bodenplatte habe noch nicht gleich geschnitten und verleimt, habe erst mit den seitlichen Schamlen Brettern angepaßt.

3. Hier sieht man das Klebeband

4. Die Verstrebungen werden an die hintere Trennwand geleimt. Mit Montagekleber reichts, sie einfach aufzudrücken, der muß nicht lang gepreßt werden.

5. Zum weiteren Aufbau habe ich mir 2 Stützen gebastelt, daß der TL-SUB auf die hintere Kante gelgt werden kann.

6. Die hintere Trennwand wird probeweise eingelgt...

7. ...genau nachgemessen, daß sie passig liegt...

8. ...und angezeichnet.

9. Danach wird sie verleimt. Nochmals oben prüfen, daß die Rückwände rechtwinklig sind und nicht die Trennwand die Platten auseinanderdrückt.

 

Eine Zeichnung der Trapezbretter. Hier heißt es aufpassen und überlegen, bevor gesägt wird...

10. mit 30° schräggestellter Säge werden die Schrägschnitte gemacht.

11. Der fertige Schnitt.

12. Da die Säge bei schrägem Schnitt nicht exakt der normalen Führung folgt, habe ich mir eine Hilfslinie daneben gemacht.

13. Das Trapezbrett wird eingeleimt; aufgrund einiger Ungenauigkeiten undefinierter Herkunft und damit verbundener großer Spalte habe ich hierfür Montagekleber verwendet. Dieser verschließt zuverlässig auch größere Lücken.

14. Die Verstrebungen werden eingeleimt...

15. ...und die vordere Trennplatte eingesetzt.

16. Um die Schrägschnitte für den Deckel perfekt zu bekommen, habe ich mir was mit der Oberfräse einfallen lassen. Zuerst mit der Handkreissäge grob nebenherschneiden, dann mit Zwingen ein !gerades! Brett auf die gewünschte Schnittlinie spannen...

17. ...die ganze Geschichte umdrehen und mit der Oberfräse und Bündigfräser abfräsen. Super Ergebnis! OK, wer jetzt eine supergute Handkreissäge, womöglich mit Schiene hat, der wird darüber müde lächeln, aber gegenüber meinem 99DM-Billigklpper eine deutliche Verbesserung!

18. Unter Zuhilfenahme der schmalen seitlichen Bretter wird die genaue Position des Deckels ermittelt und dieser verleimt.

19. Nun wird der TL-SUB von seinen Füßen heruntergenommen und auf eine der Rückseiten gelegt. Dann das schmale Seitenbrett daneben gelegt, und so gut es geht von unten mit Klebeband fixiert. Was besseres ist mir nicht eingefallen! Wer eine bessere Idee hat, möge sich melden.

20. Leider ist mir (es hatte den Anschein, daß der Sub gebogen war etc., es ist jedenfalls auf einer Seite ein 2-3mm Spalt zwischen den Brettern entstanden) das Klebeband losgegangen, und aus Ermangelung ausreichend großer Schraubzwingen diese Notlösung...

21. Von innen die Kante nochmal gut mit Montagekleber abdichten.

22. Nun denSub auf die andere Seite legen um das Trapezbrett zu verleimen. Zuerst nochmal gucken, ob paßt...

23. ...dann mit Montagekleber verkleben. Das tolle an dem Zeug ist, es reicht wenn mans festdrückt, man braucht nicht unbedingt Zwingen. Die kleine im Hintergrund ist nur zur Sicherheit, daß das Brett nicht wegrutscht.

24. Nun wird die andere schmale Seite angebaut, wieder mit der tollen Klebeband-Technik. Deutlich zu erkennen vorne ist der ca. 4-5mm breite Spalt (woimmererauchherkommt)

25. Damit diesmal das Klebeband nich wieder losgeht, habe ich die Querstreifen bis über die Kanten geklebt.

26. Mit ein bißchen ‚zwingen’ bekommen wir auch dieses Brett 1A an seine Platz.

27. Da ich die Chassis gern versenken will, müssen hinter die Frontplatte an den Einbauorten der Chassis ca. 12mm dicke MDF-Platten geleimt werden. Die Körbe der TIWs sind 13 bzw. 14mm tief. Da würde bei 19mm MDF nicht mehr viel zum festschrauben stehenbleiben...

 


28. Durch die bündige Montage kommt der 400er TIW natürlich dem hinteren Brett sehr nahe; um der Polkernbohrung den nötigen Raum zu lassen...

29. ...habe ich in die vordere Trennwand einen Kreis mit ca. 20mm Durchmesser und 8mm Tiefe gefräst, an den Kanten natürlich abgerundet.

30. Nachdem nochmal kontolliert wurde, ob die Frontplatte auch wirklich paßt (ich mußte noch etwa 2mm wegfräsen) werden die Kontaktstellen (besonders beim Trapezbrett hatte es recht viel Luft bei mir) fett mit Montagekleber behandelt, dann die Front aufgesetzt. Rechts und links paßte, nur in der Mitte hatten sich die schmalen Seiten 2 oder 3mm zusammengebogen, da muß man (wieder mal mangels Schraubzwingen der Größe 800X400 :D ) etwas unorthodoxe Vorgensweisen anwenden...

31. Dann das ganze nochmal mit allen vorhandenen schweren Sachen fixieren.

32. Nachdem die Front fest ist, und das Gehäuse (besondersan den Ecken) ein wenig übergeschliffen wurde, geht’s ans Furnieren, die Seiten erstmal wieder mit der Bügelmethode (siehe dazu 'Mein Center')

33. Der Einfachheit halber habe ich die erste Hälfte der Front auch gebügelt; mit dem Spalt wird ja erst kritisch wenn das 2. Blatt vorgestoßen wird.

34. Mit ganz langen Latten (besser wären MDF-Platten, die sind breiter und biegen nicht zur Seite weg...) und gaaanz vielen Schraubzwingen die beiden Furnierblätter einspannen und schonmal grob mit dem Cutter abschneiden.

35. Dann den Rest mit nem scharfen Stechbeitel abtragen.

36. Eigentlich wollte ich ja das Furnier an der Stoßkante kurz andrücken, Platte druff und mit langen Schraubzwingen und Brettern, die quer unterm TL-Sub als Haltepunkt für die Zwingen dienen sollten, gepreßt werden, aber bei 2,15m Länge wird das mit dem ‚kurz anpressen, paßt’ nix und somit wird halt mit ein paar ca. 8cm breiten Latten das ganze Stück für Stück auf Stoß geklebt und (ohne Zwingen) etwas länger gepreßt, dazu ein geeignetes Gewicht suchen :D :D :D
Der Rest wird (da der Leim der anderen Stellen mittlerweile sowieso hart geworden ist) aufgebügelt, hat ganz gut geklappt.


37. Für spätere Transporte habe ich mir aus ein paar kleinen MDF-Resten, an denen ich mit der OF ne Fase gemacht habe...

38. ...2 Satz ‚Griffe’ gebaut, die auf die rechte und linke Seitenwand geklebt/geschraubt werden. Von dem nun folgenden konnte ich leider keine Bilder machen, da ich damit beschäftigt war, zusammen mit meinem Schatz und meiner Mutter das Teil aus meinem Arbeitszimmer ins Freie zu befördern... HÖLLE IST DAS SCHWER!!! Möberoller nicht vergessen...

39. Geschafft! Nach großer Anstrengung ist das Teil an der frischen Luft :)

40. Nun wird zum bündigen Einfräsen der Chassis die CNC-gelaserte 4mm starke Schablone ausgerichtet (ist nen bissel Fummelei, muß ja mittig UND gerade sitzen)
und freudig mit der Oberfräse, Kopierhülse und 6mm-Fräser daran entlanggeheizt.

41. Und das gleiche nochmal mit dem 360er. Damit die Schraubzwingen halten, habe ich unter die Hinterkante ein Brettgepackt, an dem die beiden Zwingen halt finden.

42. Nun wird die Auflage für den Korb größer gefräst; man könne dies auch nach dem Aussägen/fräsen der Ausschnitte tun, aber so hat man auf beiden Seiten der Fräsung eine Auflage für die OF.

43. Jetzt die Ausschnitte für die Chassis mit dem Fräszirkel ausfräsen (oder notfalls mit der Stichsäge aussägen).

44. Ein TIW400-Loch

45. Ein TIW360-Loch



46. Der fertig gespachtelte und lackierte Sub.

47. Innen nochmal Staub saugen, da sammelt sich ganz schön Dreck.

48. Der TIW360 in seiner Behausung. Da muß ich jetzt mal was zu loswerden: Habe ja den Ausschnitt genau nach Katalogmaßen gemacht. Der 360er paßt da auch wunderbar rein, nur irgendwe macht der Korb den Eindruck, als wenn er nicht sehr genau gefertigt ist; manche Ecken sind viel mehr gerundet als andere. Brauch sich auch keiner Gedanken mache, daß er mit nem runden 6mm-Fräser diie Ausfräsungen nicht exakt bis in die Ecken kommt, denn der Korb ist viel krummer... übrigens nur der des (nagelneuen)TIW360; der 400er sitzt perfekt.

49. Das Anschlußterminal habe ich in der linken Rückseite unten eingebaut; für das Kabel des 400er muß in das Trapezbrett ein 8-10mm Loch gebohrt werden. Das Kabel das nach oben führt habe ich an 2 Punken mit Heißkleber fixiert.

50. Hier kann man nochmal sehr schön die Ausfräsung für den Magneten sehen.

51. Fertig und bereit für den Transport. Mit min. 2 Leuten das Teil auf einen Möbelroller etc. legen...

52 Dann in Kampfrichtung ins Wohnzimmer stellen...

53. Nach dem Aufrichten des TL (zu zweit) hänge ich irgendwie in der Luft.

54. Ist er nicht schön? Ist er nich wunderwunderschön? ;-)


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